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Nachbeurkundung einer im Ausland geschlossenen Ehe

Ein junges Paar sitzt vor dem Sofa und umarmt sich. Im Hintergrund sind Umzugskartons zu sehen.

Wenn Paare im Ausland oder vor einer offiziellen ausländischen Stelle geheiratet haben, können sie ihre Eheschließung in Deutschland nachbeurkunden lassen. Eine Nachbeurkundung ist nicht verpflichtend, kann aber hilfreich sein, wenn die Ehe nachgewiesen werden muss, beispielsweise für andere Leistungen wie Änderung der Steuerklasse oder Abschluss einer Familienversicherung. Das Ergebnis der Nachbeurkundung ist die Ausstellung der deutschen Eheurkunde.

Im Onlinedienst können Paare dies nun online veranlassen. Die Daten kommen beim Standesamt an und werden digital bearbeitet. Nach erster Prüfung teilt das Standesamt den Antragstellenden mit, was sie im Original vorlegen müssen. Wenn Antragstellende diese Originale per Post nachreichen, entfällt der Behördengang.

Alle Projektinformationen finden Sie auch in einer PDF zusammengefasst:
Produktdatenblatt Nachbeurkundung einer im Ausland geschlossenen Ehe (pdf, 179.4 KB)

Projektinformationen

Produktname

Nachbeurkundung einer im Ausland geschlossenen Ehe

Verantwortliches Umsetzungsprojekt (UP)

Eheschließung

Weitere Leistungen des UPs

  • Ehefähigkeitszeugnis
  • Ehe- und Lebenspartnerschaftsurkunde
  • (Vor-)Anmeldung Eheschließung

Projektstatus

Die Freie Hansestadt Bremen und das Land Hessen setzen die Onlineanträge des Umsetzungsprojektes Eheschließung gemeinsam um. Anbindungen erfolgen aktuell im Rahmen des Rollouts deutschlandweit.

Federführende Bundesländer

Bremen / Hessen (in Kooperation)

Fachlich zuständiges Bundesressort

Bundesministerium des Innern und für Heimat (BMI)

Federführendes Bundesressort

Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ)

Ansprechpartner

up-eheschliessung@ozg-umsetzung.de

Vorteile/Nutzen des Onlinedienstes

  • digitaler OZG-konformer Antragsprozess
  • gesicherte Authentifizierung mittel eID-Funktion
  • einfache digitale medienbruchfreie Antragstellung
  • in der Regel keine persönliche Vorsprache
  • effizientere und schnellere Bearbeitung des Antrags
  • Anbindung an Fachverfahren
  • Barrierefreiheit nach BITV 2.0

Beschreibung des Onlinedienstes

Leistungsumfang

Ein Antragsverfahren zur Nachbeurkundung einer im Ausland geschlossenen Ehe.

Funktionsweise

  • Anmeldung mit dem neuen Personalausweis oder Elektronischer Identitätsnachweis (eID) über das Nutzerkonto Bund
  • Nachweise als Upload mit späterem Nachreichen der Originale, Benötigte Unterlagen als Upload:
    • Geburtsurkunde / Auszug aus dem Geburtenregister
    • Personalausweis / Reisepass
    • Nachweis über vorherige Ehen oder Lebensgemeinschaften
  • Gebührenabwicklung über ePayment
  • Ergebnis ist die Prüfung der Ehefähigkeit nach deutschem Recht und die Ausstellung einer deutschen Eheurkunde

Beschreibung der Zielgruppe

Den Antrag können folgende Personen stellen:

  • mindestens eine Person muss zum Zeitpunkt der Antragstellung die deutsche Staatsangehörige besitzen

Beteiligte Bundesländer (Letter of Intent – LOI)

  • Bayern
  • Berlin
  • Brandenburg
  • Bremen
  • Hamburg
  • Hessen
  • Niedersachsen
  • Nordrhein-Westfalen
  • Rheinland-Pfalz
  • Schleswig-Holstein
  • Thüringen

Technische Beschreibung des Onlinedienstes

Genutzter technischer Standard

XÖV des XPersonenstands

Technische Voraussetzungen

Weitere Informationen finden Sie auf der Webseite der Koordinierungsstelle für IT-Standards der Freien Hansestadt Bremen (KoSIT).

Kostenschätzung zur Mitnutzung

Die Kosten für die Leistung Nachbeurkundung einer im Ausland geschlossenen Ehe setzen sich unter anderem aus den Kosten für die Bereitstellung des Onlinedienstes und den Kosten für die Betriebskoordination zusammen. Sie verteilen sich auf die Länder, die die Leistung mitnutzen. Da diese noch nicht feststehen, können die Betriebskosten aktuell noch nicht konkret beziffert werden. Fest steht: Je mehr Länder sich für die Mitnutzung entscheiden, desto günstiger wird es.

Finanzierung

Für das Jahr 2023 wird zurzeit durch den IT-Planungsrat eine mögliche Finanzierung des Betriebs diskutiert. Der Bund beabsichtigt, sein Engagement im Digitalisierungsprogramm Föderal im gleichen Maße wie bisher – über das Jahr 2022 hinaus bis zum Ende des Jahres 2023 – fortzusetzen, soweit der Bundeshaushaltsplan 2023 dafür Haushaltsmittel vorsieht (Quelle: Beschluss IT-PLR, 38. Sitzung).

Beauftragte IT-Dienstleister

ekom21 - KGRZ Hessen
Körperschaft des öffentlichen Rechts
Carlo-Mierendorff-Straße 11
35398 Gießen
www.ekom21.de

Schnittstellen und Fachverfahren

  • Fachverfahren AutiSta über den Standard XPersonenstand
  • Datenrouting über DVDV

Weiterführende Informationen

OZG-Hessen

https://ozg.hessen.de/

Freie Hansestadt Bremen (Themenfeldseite)

https://www.finanzen.bremen.de/digitalisierung/ozg-themenfeld-familie-kind/ozg-umsetzungsprojekte/eheschliessung-98876

News

Aktuelle Meldungen: Seite Eheschließung

  • Der Senator für Finanzen

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